VHÖ mit BBN
Zeit:
ab Mai 2026
Ort:
Mittelhessen
Im Mai 2026 starten die Kurse der Qualifizierungsreihe für Feldbotanik.
Diese werden von der VHÖ (Vereinigung Hessischer Ökolog*innen e.V.) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN) veranstaltet.
Die Kurse richten sich an Mitarbeiter*innen in Naturschutzbehörden, Gutachter- und Planungsbüros, Umweltverbänden, Landschaftspflegeverbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Naturkundemuseen, Bildungseinrichtungen, Studierende sowie sonstige Interessierte.
Sie können sich ab sofort für diese Kurse anmelden.
Die Uebersicht_Feldbotanikkurse 2026 findet man hier, Detailinformationen zu den einzelnen Kursen unter dem jeweiligen Anmeldelink.
Kontakt: Andrea Hager, VHÖ e.V. andrea.hager@vhoe.de
Kosten:
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V.
Zeit:
18.08.2026
Ort:
Grünberg
Neben Vorträgen aus der Praxis wird es einen Geländeteil mit Übungen geben. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der DVL-Koordinierungsstelle Hessen und der Landschaftspflegevereinigung Gießen e.V. im Rahmen des Projekts Blütenvielfalt (RegioProD) ausgerichtet.
Kosten:
DVS in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Fokus Tierwohl
Zeit:
18. und 19. August
Ort:
Erfurt und Umgebung
Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung.
Kosten:
keine
Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz Saarland
Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz und HessenMobil
BLAM
Zeit:
29. September bis zum 4. Oktober 2026
Ort:
Bildungsstätte Waldhaus Herchen Wuppertaler Str. 2, 51570 Windeck/Herchen (Sieg)
über die BLAM-Homepage bis spätestens 10. April 2026
Kosten:
Zeit:
30. September 2026, ca. 9:30-17:00 Uhr und 01. Oktober ca. 08.30-14.30 Uhr
Ort:
WEIT.VORN, Friedrichsstraße 28, 34117 Kassel
Die Konferenz wird sich dem Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Gewässerentwicklung und Straßenbau im Hinblick auf die Verbesserung des Gewässerbiotopverbunds widmen. Dafür werden Lösungsansätze im Bereich der rechtlichen Rahmenbedingungen diskutiert und erfolgreich umgesetzte Maßnahmen vorgestellt.
Im Anschluss an die Tagung laden wir Sie zu einer Exkursion am 01. Oktober in die Fuldaaue ein. Für den Transport wird gesorgt.
Das detaillierte Programm wird in Kürze auf unserer Projektwebsite veröffentlicht.
E-Mail an e.schmidt@duh.de
Kosten:
Bundesverband Beruflicher Naturschutz e.V. (BBN), Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V. (Kommbio e.V.), Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e.V.) und Stadt Leipzig
Zeit:
27.10.2026, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Ort:
Leipzig, Neues Rathaus
Vorankündigung, weitere Infos folgen
Kosten:
UNESCO-Biosphärenreservat Rhön | Verwaltung Hessen
Zeit:
Freitag, 30. Oktober 2026
Ort:
Ulstersaal Hilders, Findloser Weg 2, 36115 Hilders
Auf der Veranstaltung beleuchten kompetente Referentinnen und Referenten aus Bayern, Hessen und Thüringen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Fokus stehen Themen wie: „Arten- und Naturschutz im Wandel“, Landschaftsentwicklungskonzept Hessische Rhön, „Naturschutz in der Klimakrise – was heißt Survival Ecology für das BR Rhön?“ und weitere interessante Beiträge.
Als Referenten konnten wir auch Prof. em. Dr. Michael Succow (Träger des Alternativen Nobelpreises) gewinnen, der maßgeblich für die Umsetzung des Nationalparkprogramms der DDR verantwortlich war und somit nach dem Mauerfall 1989 die Grundlagen für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön geschaffen hat.
Kosten:
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat im Juni 2026 sein Sondergutachten unter dem Titel „Umweltrecht zwischen Anspruch und Realität“ veröffentlicht. Das Gutachten untersucht neun Praxisbeispiele (darunter Nitratgrenzwerte und Natura 2000 Gebiete) und zeigt Lösungswege auf, wie mit stetigem Regelungswachstum umgegangen werden kann, ohne das hohe Schutz- und Anspruchsniveau im Umweltbereich zu senken. Die praktische Umsetzung rückt dabei als zentrale Kernaufgabe der Umweltpolitik in den Fokus
Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat die Neufassung des Rheinatlas als Online-Kartendienst veröffentlicht. Dieser zeigt hochwassergefährdete Flächen von den Alpen bis zur Nordsee für drei verschiedene Hochwasser Szenarien. Die von allen Anliegerstaaten gemeinsam erarbeiteten Karten informieren über mögliche Wassertiefen, Flächennutzung und betroffene Anlagen. Ziel des in Kooperation mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde herausgegebenen Atlas ist es, grenzübergreifend das Risikobewusstsein und die Hochwasservorsorge zu stärken.
Im Mai 2026 starten die Kurse der Qualifizierungsreihe für Feldbotanik. Diese werden von der VHÖ (Vereinigung Hessischer Ökolog*innen e.V.) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN) veranstaltet.
Die Kurse richten sich an Mitarbeiter*innen in Naturschutzbehörden, Gutachter- und Planungsbüros, Umweltverbänden, Landschaftspflegeverbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Naturkundemuseen, Bildungseinrichtungen, Studierende sowie sonstige Interessierte.
Sie können sich ab sofort für diese Kurse anmelden.
Die Uebersicht_Feldbotanikkurse 2026 findet man hier, Detailinformationen zu den einzelnen Kursen unter dem jeweiligen Anmeldelink.
Kontakt: Andrea Hager, VHÖ e.V. andrea.hager@vhoe.de
Artikel in „Naturschutz und Landschaftsplanung“ zeigt dringenden Handlungsbedarf für Deutschland.
Für den Vogelsgesang in den Wäldern Mitteleuropas lagen datenbasierte Erkenntnisse zur tages- und jahreszeitlichen Schwankung der Gesangsaktivität bislang nur für wenige Vogelarten vor, da die erforderlichen Beobachtungen aufwändig sind. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt hat nun erstmals mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Gesangs- und Rufaktivität von 53 europäischen Waldvogelarten während einer Brutsaison analysiert. Sie konnten zeigen, dass die Gesangsaktivitäten stärker variieren als bisher angenommen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Journal of Ornithology erschienen.
Die Forschenden sammelten Daten an 256 Standorten in niedersächsischen Wäldern. Mit automatischen Aufnahmegeräten zeichneten sie von März bis Mai rund um die Uhr alle 10 Minuten 30 Sekunden lang Vogelstimmen auf. Anschließend identifizierte eine KI die Vogelarten anhand ihrer Rufe und Gesänge. Die Forschenden überprüften die Vorschläge der KI, damit nur verlässliche Artnachweise in der Auswertung berücksichtigt wurden. Die zeitlich hochauflösende Auswertung von insgesamt 6,4 Millionen erfassten Lautäußerungen ergab, dass die Waldvogelarten individuelle Aktivitätsmuster haben. „Unsere Daten zeigen, dass es weit mehr Aktivitätstypen als ‚Lerchen‘ und ‚Eulen’ unter den Waldvogelarten gibt“, erläutert David Singer, Erstautor der Studie und Doktorand in der Abteilung Waldnaturschutz der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie. Neben einer großen Gruppe tagaktiver Arten waren einige Arten wie die Amsel oder Waldschnepfe dämmerungsaktiv und somit zweimal am Tag zu hören. Die Amsel war zudem in den Abendstunden deutlich häufiger zu hören als in den Morgenstunden, was bislang bei Vogelzählungen kaum berücksichtigt wurde. Auch innerhalb der Gruppe der tagaktiven Arten gab es Untergruppen. Während viele Meisenarten oder der Schwarzspecht ihren Aktivitätshöhepunkt im zeitigen Frühjahr hatten und ab Ende April deutlich weniger zu hören waren, begannen Arten wie die Heckenbraunelle oder der Zaunkönig erst im April aktiv zu werden. Nachtaktive Arten bildeten ebenso eine eigene Gruppe wie Zugvögel, die erst im Mai in Mitteleuropa eintreffen.
Die Forschenden verglichen in einem weiteren Schritt ihre Ergebnisse mit den bisherigen methodischen Empfehlungen zur Brutvogelerfassung. Sie konnten nachweisen, dass die empfohlenen Erfassungszeiträume bei vielen Arten häufig nicht mit den Phasen der stärksten Gesangsaktivität übereinstimmen. So wurde für den Buntspecht bislang angenommen, dass er den gesamten Vormittag über gut nachweisbar ist. Laut der aktuellen Akustikdaten ist die Art jedoch ab etwa zwei Stunden nach Sonnenaufgang mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit als kurz nach Sonnenaufgang zu hören. Für andere typische Waldvogelarten wie die Blaumeise oder den Zilpzalp zeigte sich hingegen, dass die Gesangsaktivität auch über den empfohlenen Erfassungszeitraum in den Morgenstunden hinaus hoch war, sodass diese Arten auch zu späteren Tageszeiten noch zuverlässig gezählt werden können.
„Durch die Kombination von klassischen Vogelzählungen und den neuen akustischen Methoden können wir Vogelerfassungen deutlich verbessern“, sagt der Göttinger Waldökologe Prof. Dr. Andreas Schuldt, der die Arbeit mitbetreut hat. „Vor allem Arten mit kurzen Aktivitätshöhepunkten profitieren von der neuen Methode“. So lassen sich die nur in einem recht kurzen Zeitfenster hörbaren Grau- und Kleinspechte mit der neuen Methode besonders gut erfassen, während Ornithologinnen und Ornithologen nur mit Glück die Beobachtung dieser Arten gelingt.
In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) konnten die Ergebnisse der Studie bereits in die jüngste Neuauflage des Buches „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“ einfließen, sodass Vogelzählungen zukünftig besser geplant werden können. Eine vergleichbare Auswertung für Vogelarten in der Agrarlandschaft wird im Rahmen laufender Forschungsprojekte möglich.
Die Studie ist Teil des Biodiversitätsmonitorings der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Zusammenarbeit mit den Abteilungen Waldnaturschutz und Naturschutzbiologie der Universität Göttingen.